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Von 5 Min. Lesezeit aktualisiert 30. September 2026

Notencheck 1.4.0: ein KI-Assistent, der das iPhone nicht verlässt

Noten, Hausaufgaben und Termine per Satz eintragen — getippt oder gesprochen. Der neue Assistent in Notencheck 1.4.0 arbeitet auf dem Gerät, kostet nichts und zeigt vor dem Speichern, was er verstanden hat.

Die ehrlichste Rückmeldung zu einer Noten-App lautet nicht „zu wenig Funktionen“. Sie lautet: „Ich vergesse, es einzutragen.“ Genau da setzt Notencheck 1.4.0 an. Seit dieser Version gibt es einen KI-Assistenten: Du schreibst oder sagst einen Satz, und daraus wird ein fertiger Eintrag. Der Assistent arbeitet dabei komplett auf deinem iPhone oder iPad, er ist für alle kostenlos, und die App ist fit für iOS 27.

Ein Satz statt fünf Felder

Bisher hieß Eintragen: Fach wählen, Kategorie wählen, Note wählen, Datum prüfen, speichern. Das sind fünf Entscheidungen für etwas, das du eigentlich schon weißt. Jetzt tippst du im Dashboard oben links auf das Funkeln und schreibst einfach hin, was war:

  • „Neue Note in Mathe Klassenarbeit schriftlich 2“ wird zu einer Note.
  • „Hausaufgabe in Deutsch zur nächsten Stunde Buch S. 15 lesen“ wird zu einer Hausaufgabe, fällig passend zu deinem Stundenplan.
  • „Mathe-Klassenarbeit am 15. Oktober“ landet bei deinen Terminen.

Wichtig dabei: Gespeichert wird erst, wenn du zustimmst. Der Assistent zeigt dir vorher eine Vorschau mit allem, was er verstanden hat, und du kannst jedes Feld noch ändern. Eine falsch verstandene Note soll dir schließlich nicht den Schnitt verhageln.

Fragen, statt selbst zu suchen

Der Assistent kann auch andersherum. „Welche Note habe ich in Mathe?“, „Habe ich Hausaufgaben in Deutsch auf?” oder „Wann ist meine nächste Klassenarbeit?“ beantwortet er aus deinen eigenen Einträgen — er schaut also in deine Daten, statt sie irgendwo zu erfinden.

Sprechen geht auch

Wer keine Lust zu tippen hat, tippt auf das Mikrofon und sagt den Satz einfach. Das Diktat läuft ebenfalls auf dem Gerät: Das Sprachmodell für deine Sprache wird einmal geladen, danach braucht das Diktat kein Internet mehr, und es verlässt kein Ton dein iPhone. Beim Sprechen siehst du mit, was ankommt.

Warum „KI“ hier nicht „Cloud“ heißt

Bei den meisten Apps bedeutet ein KI-Feature: Dein Text geht an einen Server. Bei Schulnoten fände ich das falsch. Deshalb steckt in Notencheck keine Server-KI, sondern das, was Apple auf dem Gerät anbietet.

Praktisch arbeitet der Assistent auf zwei Wegen:

  • Mit Apple Intelligence versteht er frei formulierte Sätze. Das Modell läuft lokal auf dem Gerät.
  • Ohne Apple Intelligence — also zum Beispiel auf einem iPhone 15 oder älter, bei abgeschalteter Funktion oder nicht unterstützter Sprache — übernimmt eine Regel-Erkennung die geläufigen Standardsätze. Etwas weniger Spielraum beim Formulieren, aber der Assistent fehlt niemandem.

Und noch ein Detail, das mir wichtig ist: Um einen Satz zu verstehen, bekommt das Sprachmodell nur deinen Satz und die Namen deiner Fächer, damit es weiß, welche Fächer es überhaupt gibt. Fragst du nach deinen Noten, sucht die App die passenden Einträge selbst heraus und gibt sie dem Modell, damit es die Antwort formulieren kann — auch das geschieht nur auf deinem Gerät. Ein Konto brauchst du weiterhin nicht. Deine Daten liegen auf deinem Gerät und, wenn du die Synchronisierung nutzt, in deiner eigenen iCloud — nicht bei mir.

Korrigiert am 30. September 2026: In einer früheren Fassung stand hier, dass deine Noten nicht an das Sprachmodell gehen. Das gilt für das Verstehen eines Satzes, nicht für Fragen nach deinen Noten.

Was der Assistent nicht kann

Damit die Erwartung stimmt:

  • Er macht keine Hausaufgaben. Er trägt sie ein und erinnert dich daran.
  • Er rät nicht. Versteht er einen Satz nicht, sagt er das, statt irgendetwas anzulegen.
  • Er kann sich trotzdem irren. Deshalb die Vorschau vor dem Speichern.
  • Er spricht Deutsch, Englisch und Ukrainisch — so wie die App.

Kostenlos, und zwar für alle

Der Assistent gehört zur kostenlosen Version. Es gibt ihn also auch ohne Pro. Die Pro-Version für einmalig 0,99 € entfernt weiterhin nur den Werbebanner und hat mit dem Assistenten nichts zu tun. Mir war wichtig, dass die Funktion, die das Eintragen leichter macht, nicht hinter einer Bezahlschranke steht.

Außerdem in 1.4.0

Notencheck ist auf iOS 27 und iPadOS 27 vorbereitet und nutzt das neue Design. Dazu kommen mehr Stabilität und viele kleine Verbesserungen. Die App setzt mindestens iOS 26 voraus.

Häufige Fragen

Brauche ich Apple Intelligence für den Assistenten? Nein. Mit Apple Intelligence versteht er freiere Formulierungen, ohne sie funktionieren die geläufigen Standardsätze. Beides läuft auf dem Gerät.

Gehen meine Noten an einen Server? Nein. Der Assistent schickt weder deine Sätze noch deine Noten ins Netz. Wenn du die iCloud-Synchronisierung nutzt, liegen deine Daten in deiner eigenen iCloud, damit iPhone und iPad denselben Stand haben.

Kostet der Assistent extra? Nein, er ist in der kostenlosen Version enthalten.

Was ist, wenn er etwas falsch versteht? Du siehst vor dem Speichern eine Vorschau und kannst alles ändern. Erst dein Tippen auf „Eintragen“ legt den Eintrag an.

Funktioniert das Diktat offline? Ja. Das Sprachmodell wird einmalig geladen, danach arbeitet das Diktat ohne Internet.

Fazit

Eine Noten-App nützt nur so viel, wie tatsächlich drinsteht. Der Assistent soll genau die Hürde senken, an der es sonst scheitert: die zwei Minuten nach der zurückgegebenen Arbeit, in denen man eigentlich keine Lust auf Formulare hat. Dass er dabei ohne Server und ohne Konto auskommt, ist kein Zusatz, sondern die Bedingung, unter der ich so etwas überhaupt einbauen wollte.

Notencheck gibt es kostenlos im App Store, alle Funktionen stehen auf der Notencheck-Seite. Wenn der Assistent einen Satz nicht versteht, den er verstehen sollte, schreib mir gern an notencheck@schnabel.it — solche Rückmeldungen sind der schnellste Weg, ihn besser zu machen.


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